10. Mai 2010


Andre Heinz zeigte in Neuruppin eine gute Leistung. FOTO: ALE

Nach toller Saison noch auf dem 3. Platz gelandet

SV 63 Brandenburg-West verliert in Neuruppin 29:35

 Trotz Personalnot bot der SV 63 in Neuruppin eine gute Leistung. Bestnoten verdiente sich dabei Steve Nhatumbo.

NEURUPPIN - Der SV 63 Brandenburg-West hat am Sonnabend sein Spiel in Neuruppin zwar erwartungsgemäß mit 29:35 verloren, doch am Ende den sehr guten 3. Platz in der Preußenliga belegt. „Die Mannschaft hat zum Abschluss noch einmal toll gekämpft“, lobte Trainer Peter Höhne nach dem Abpfiff.

Personell arg gebeutelt fuhren die Mannschaft zum Tabellenersten. Dayan Schulze musste wegen seiner Rückenprobleme kurzfristig absagen, Teichert war wegen seines Studiums verhindert und Franz hatte eine Magen- und Darmgrippe erwischt. Als dann auch noch Fähling nach 28 Minuten nach der 3. Zeitstrafe, die laut Höhne völlig überzogen war, die Rote Karte sah, hatte Coach Höhne nur noch einen Feldspieler auf der Bank.

Nach acht Minuten führte der SV 63 mit 4:3 und nach einer Viertelstunde hieß es 6:6. Und auch noch beim 8:9 nach 20 Minuten agierten die Havelstädter noch voll auf Augenhöhe. Und auch beim 8:12 und 14:18 war man noch dran. Doch da war Trainer Höhne längst klar, dass man am Ende mit nur einem Wechselspieler wohl kräftemäßig abbauen wird.

Für den gut haltenden Heinz brachte Höhne nach dem Wiederanpfiff Witowski, der eine starke Leistung bot. Kruppa musste auf der halbrechten Seite spielen und konnte durchaus überzeugen. Die große Überraschung war aber der A-Jugendspieler Nhatumbo, der durch seine Beweglichkeit immer wieder in die Lücken ging und alle seine fünf Tore in Halbzeit zwei erzielte.

„Wir haben uns tapfer gewehrt und uns nicht abschießen lassen“, freute sich Trainer Peter Höhne über die sehr gut gelaufene Saison. Denn der SV 63 hat die angestrebte Qualifikation für die neue Ostsee-Spree-Liga locker geschafft. Jetzt steht vor den Spielern noch eine anstrengende Woche. Denn morgen findet mit Sponsoren und Funktionäre die traditionelle Abschlussfahrt mit der Straßenbahn statt, am Donnerstag feiert man weitgehend gemeinsam den Männertag und am Sonnabend geht es zur Gartenparty zu Reifen-Schulze. „Locker trainiert wird noch bis Ende Mai“, sagte Höhne. (Von Marcus Alert)

SV 63 Brandenburg-West: Heinz, Witowski, Nhatumbo (5), Fängler (1), Kruppa (2), Seiler (12), Wollweber (1), Buhtz (4), Fähling (4), Schmiedecke.


8. Mai 2010


Völlig entspannt nach Neuruppin

Saisonabschluss beim Spitzenreiter

BRANDENBURG - Der SV 63 Brandenburg-West könnte sich heute ab 18 Uhr in Neuruppin als „Königsmörder“ oder als „Meistermacher“ profilieren. Verlieren die Brandenburger beim HC, ist den Neuruppinern der Titel nicht mehr zu nehmen. Von einem Brandenburger Sieg würde dagegen der Tabellenzweite SV Eberswalde profitieren. „Wir fahren völlig entspannt nach Neuruppin“, kündigt derweil Trainer Peter Höhne an. Ziel sei ein achtbares Ergebnis oder sogar eine Überraschung. Anders als bei der Schlappe in Brandfenburg, als der HC in Brandenburg mit elf Toren Unterschied verlor, wird Neuruppin heute in Bestbesetzung auflaufen. Während T. Reckzeh arbeitsbedingt fehlen wird, steht hinter dem Einsatz von Schulze verletzungsbedingt ein großes Fragezeichen. So oder so will Trainer Höhne aber allen mitgereisten Akteuren zum Saisonabschluss noch einmal längere Spielzeiten geben.

Der Brandenburgligist SV Blau-Weiß Wusterwitz erwartet heute um 18.30 Uhr am letzten Spieltag den direkt vor sich platzierten HC Liebenwerda. Der könnte mit einem Sieg noch um einen Platz, auf Rang vier, vorrutschen. Für die Wusterwitzer, bei denen Neitzel (Urlaub), Gronemeier (Kreuzbandriss) und Karl (Arbeit) fehlen werden, geht es dagegen um nichts mehr. „Wir wollen uns aber natürlich mit einem Sieg von unserem Publikum verabschieden“, so der scheidende Trainer Gunter Mart. Der 41-Jährige, der vier Jahre lang die 1. Männermannschaft trainiert hat, ist auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. „Es wird Zeit, dass es jemand anders macht“, so Mart. Sein Nachfolger soll Peter Reckzeh werden, der zuletzt Rathenow-Milow trainiert hat. Mit Mart wird auch Enrico Zander als Mannschaftsleiter verabschiedet. Nach dem Spiel gibt es vor der Halle bei Musik auch noch Bier und Bratwurst für die treuen Fans.

Der SV 63 II hofft heute auf den 2. Saisonsieg. Der sollte in Finsterwalde nicht völlig unmöglich sein. Verstärkt mit drei A-Jugendlichen sowie Otto, der seine Verletzung auskuriert hat, will sich der SV 63 II laut Trainer Uwe Großmann mit einer ordentlichen Leistung aus der Liga verabschieden. Finsterwalde muss dagegen unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben. (Von Marcus Alert)