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Wissenswertes zum Handball |
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Das gesamte Regelwerk gibt es unter www.handballregeln.de Hallenhandball - Wie es funktioniert Beim Hallenhandball stehen sich auf einem Spielfeld von 40 m Länge und 20 m Breite zwei Mannschaften gegenüber, welche aus 12 Spielern, die auf dem Spielbogen aufgeführt sind, bestehen: höchstens 6 Feldspieler und der Torwart dürfen gleichzeitig auf dem Spielfeld sein, die anderen sind die Auswechselspieler, die sich neben den vom Platz gestellten Spielern und 4 Offiziellen nur im Auswechselraum aufhalten dürfen. Das Tor ist 2 m hoch und 3 m breit, Torpfosten und Latte müssen quadratisch sein (8 cm) und müssen rundherum mit zwei Farben gestrichen sein, die sich wirkungsvoll vom Hintergrund abheben. Die Tore sind jeweils mit einem Tornetz ausgerüstet. Der Torraum wird durch eine 3 m lange Linie, die im Abstand von 6 m parallel zur Torlinie verläuft, und an die sich beiderseits mit 6 m Halbmesser von den hinteren Innenkanten der Torposten aus gezogene Viertelkreise anschließen, begrenzt. Diese Linie heißt Torraumlinie. Die Freiwurflinie (9-m-Linie) ist in 3 m Abstand zur Torraumlinie gestrichelt eingezeichnet. Strafwürfe erfolgen von der 7-m-Linie. Im Abstand von 4 m zur Torlinie ist in der Mitte des Torraums die Torwartgrenzlinie (15 cm) aufgetragen, die vom Torwart beim Strafwurf nicht in Richtung des Werfenden überschritten werden darf. Gespielt wird mit einem aus einer runden Gummiblase und einer Leder- oder Kunststoffhülle bestehenden Ball, der bei den Männern 425 bis 475 g wiegt und einen Umfang von 58 bis 60 cm, bei den Frauen 54 bis 56 cm Umfang und ein Gewicht von 325 bis 400 g hat. Die Spielkleidung besteht aus Trikot und kurzer Hose sowie Hallensportschuhen. Die Spieler tragen auf dem Rücken Nummern von mindestens 20 cm Größe, die im Spielerbogen einzutragen sind, und während eines Spiels nicht getauscht werden dürfen. Die Torwartkleidung muss sich in der Farbe deutlich von der Spielerkleidung abheben. Eine Spielzeit beträgt zweimal 30 Minuten, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. In der Halbzeit (10 Minuten) werden die Seiten gewechselt. Nachspielzeiten, wenn erforderlich (bei Unentschieden), sind nach fünfminütiger Pause auf zweimal 5 Minuten festgelegt. Der Seitenwechsel erfolgt dann ohne Pause. Das Spiel wird von zwei gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet. Diese können für unsportliches Spiel und absichtlich wiederholte Regelwidrigkeiten den Spieler durch die Gelbe Karte verwarnen und im Wiederholungsfalle oder bei groben Verstößen für zwei Minuten vom Feld stellen (rote Karte) bzw. ganz disqualifizieren. Die dritte Zweiminutenstrafe zieht auch eine Disqualifikation für den Rest der Spielzeit nach sich. Vom Feld gestellte Spieler dürfen nicht ersetzt werden. Der Torwart dagegen darf ersetzt werden, jedoch muss dafür ein Feldspieler vom Platz. Das Spiel beginnt mit dem (ausgelosten) Anwurf von der Mittellinie. Alle Spieler müssen in ihrer Spielhälfte stehen, wobei die gegnerischen Spieler nicht näher als 3m an den Werfer herantreten dürfen. Der Ball darf mit allen Körperteilen oberhalb des Knies gespielt werden. Nach drei Schritten mit dem Ball in der Hand muss der Spieler diesen aufprellen und nach drei weiteren Schritten den Ball abspielen. Auch darf der Ball nicht länger als 3 Sekunden fest gehalten oder mehrmals aufgetippt werden, wenn er mit beiden Händen gefangen wird. Dagegen beliebig oft, wenn er nur mit einer Hand geprellt wird. Um in Ballbesitz zu kommen, ist es erlaubt, dem Gegner den Ball aus der Hand zu spielen und ihn mit dem Körper zu sperren. Es ist jedoch verboten, den Gegner fest zu halten, anzurennen, ihm dem Ball wegzuschlagen oder zu entreißen. Nach jedem gültigen Tor, d.h. wenn der Ball in vollem Umfang die Torlinie überquert hat, stellen sich die Spieler wie zu Beginn des Spiels in ihrer Spielhälfte auf. Die Mannschaft, gegen die das Tor erzielt wurde, erhält Anwurf. Wird bei einem Torwurfversuch der Ball durch einen abwehrenden Spieler ins Toraus gelenkt, erfolgt Eckwurf vom Schnittpunkt Seitenlinie-Torlinie. Wird der Ball vom abwehrenden Torwart ins Toraus gelenkt, gibt es keinen Eckwurf, sondern Torabwurf durch den Torhüter. Dasselbe gilt bei letzter Ballberührung durch einen Spieler der angreifenden Mannschaft. Bei kleineren Vergehen erhält die benachteiligte Mannschaft Freiwurf von der Stelle, an der der Fehler begangen wurde, bei einfachem Foulspiel gegen die angreifende Mannschaft am Kreis, erfolgt der Freiwurf von der 9-m-Linie etwa an der Stelle, an er das Foul begangen wurde. Die verteidigende Mannschaft darf im Abstand von 3m eine Mauer bilden. Grobe Verstöße, wie schwere Fouls oder Betreten des Torraums durch einen verteidigenden Spieler, Zurückspielen des Balles zum eigenen Torwart in den Torraum sowie bei falschem Torwartwechsel, werden durch Strafwurf von der 7-m-Linie geahndet, wobei sich zwischen Torraum und Freiwurflinie außer dem Werfenden kein anderer Spieler befinden darf. Hallenhandball ist ein sehr schnelles und kampfbetontes Spiel, bei dem die Spieler ein gutes Ausdauervermögen, eine gut entwickelte Schnelligkeit, eine große Wendigkeit sowie eine gute Wurf- und Sprungkraft benötigen. Darüber hinaus muss ein Spieler über ein gutes Reaktionsvermögen und geistige Flexibilität zum Umsetzen taktischer Aufgaben verfügen. Eine ausgefeilte Fang- und Wurftechnik bestimmen die Leistung eines Spielers. Gebräuchlichste Wurfarten sind der Schlagwurf, der Hüftschwungwurf, der Rückhandwurf, der Sprungwurf und der Fallwurf. Der Torwart muss neben den oben genannten Fähigkeiten auch noch über eine gute Fußabwehr verfügen. Jeder Spieler hat gleichermaßen Angriffs- und Verteidigungsfunktionen zu erfüllen, je nachdem, ob die Mannschaft in Ballbesitz ist oder nicht. Alle Spieler sind in die Spielzüge einbezogen. Spezielle Positionen sind die eines Kreisläufers, eines Rückraumspielers bzw. eines Außenspielers. So ist es eine der Aufgaben des Kreisläufers, den Rückraumspielern Gassen zu öffnen, um einen Distanzschuss erfolgreich platzieren zu können. In der Deckungstaktik wird zwischen Raum- oder Zonendeckung und Manndeckung unterschieden. Sobald der Gegner im Ballbesitz ist, baut sich vor dem Torraum eine dicht gestaffelte Abwehr auf. Daher gilt es, den Angriff schneller vorzutragen, als der Gegner seine Abwehr formieren kann. Quelle: www.wissen.de |